Aktuelles: Gemeinde Sulzbach Laufen

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Hauptversammlung

Forstbetriebsgemeinschaft Sulzbach-Laufen

Am vergangenen Freitag, den 21. November 2025 traf sich die Forstbetriebsgemeinschaft Sulzbach-Laufen zu ihrer alljährlichen Jahreshauptversammlung im Gasthaus Waldhorn im Kohlwald. Stolze 35 Mitglieder sowie zahlreiche Gäste waren anwesend. Da auf der Tagesordnung auch der Programmpunkt „Auflösung der Forstbetriebsgemeinschaft und Zusammenschluss mit Gaildorf-Fichtenberg“ stand, mussten zudem mindestens 50 Prozent des Waldbesitzes in der Versammlung vertreten sein. Diese Quote wurde weit übertroffen, es waren von insgesamt 671,51 ha Waldbesitz stolze 551,6 ha vertreten. Wolfgang Fahr eröffnete die Sitzung und stellte die Beschlussfähigkeit fest.

Beim Tagordnungspunkt 2 erfolgte dann die Totenehrung. Es wurde den im letzten Jahr verstorbenen Mitgliedern Paul Stier, Ulrich Weller, Rolf Ammon und Fritz-Peter Blind gedacht. Die anwesenden Mitglieder erhoben sich und gedachten in einer Schweigeminute den Verstorbenen.

Sodann folgte der Bericht des Vorsitzenden, in dem es um die aktuellen Holzpreise, sowie verschiedene Veranstaltungen ging, die im letzten Forstjahr stattgefunden hatten. Unter anderem wurde auch über eine gemeinsame Ausschusssitzung mit Gaildorf-Fichtenberg und dem hier erfolgten Austausch über einen  Zusammenschlusses berichtet.

Der Kassenbericht war wie immer unspektakulär und Helmut Hähnle trug diesen souverän vor. Auch die Kassenprüfer Alfred Schober und Dieter Haas hatten keine Einwände und empfahlen der Versammlung die Entlastung. Diese erfolgte auch ohne weitere Wortmeldungen. Sebastian Schüller, Dezernent beim Landratsamt Schwäbisch Hall übernahm diesen Punkt. Die Entlastung wurde von der Versammlung einstimmig erteilt.

Sodann folgte die Beratung und Beschlussfassung über die Auflösung der FBG Sulzbach-Laufen. Hierzu sprachen Sebastian Schüller vom Landratsamt, Bürgermeister Bock für die Gemeinde und natürlich der erste Vorsitzende Wolfgang Fahr. Alle drei sprachen sich für einen Zusammenschluss mit Gaildorf-Fichtenberg aus. Als größere Einheit wäre man schlagkräftiger, könnte verschiedene Synergie-Effekte nutzen und auch von einer neuen zehnjährigen Förderung profitieren. Sulzbach-Laufen scheint auf Dauer alleine zu klein. Die Beratungen mit der FBG Gaildorf-Fichtenberg im Vorfeld hatten positive Ergebnisse gebracht. Nach kurzer Aussprache und einigen wenigen Fragen wurden die drei Beschlussanträge der Vorstandschaft zur Auflösung des Forstbetriebsgemeinschaft Sulzbach-Laufen zum 31.12.2026, der Bestellung von Schriftführer und Geschäftsführer Markus Bock als Liquidator und der Vermögensübertragung auf die Forstbetriebsgemeinschaft Gaildorf-Fichtenberg bei einer Enthaltung, einstimmig angenommen.

Im Nachgang der Beschlussfassung sprach auch Sebastian Hoffmann zur Versammlung, der als Gast für die FBG Gaildorf-Fichtenberg anwesend war. Er führte aus, dass man in seinem Ausschuss den Zusammenschluss begrüßen würde und auch für eine Namensänderungen, zum Beispiel in „FBG Limpurger-Land“ offen sei. In Gaildorf werde man das Thema nun in der nächsten Hauptversammlung behandeln, er sei aber sehr optimistisch, dass die FBG Gaildorf-Fichtenberg der Aufnahme zustimmt.

Wolfgang Fahr bedankte sich für die bislang guten Verhandlungen und dankte Sebastian Hofmann auch persönlich für sein Engagement und die Teilnahme an der Versammlung.

Nach einem gemeinsamen Abendessen folgt der Bericht der Holzvermarktungsgesellschaft. Hier berichteten Oliver Hermann und sein Kollege Jörn Szekat über verschiedene Themen, wie z. B. die Käfersituation 2025, die EUDR (EU-Deforestation-Regulation), die Nadelwertholzsubmission der HVG sowie die Laubwertholzsubmission, die 2026 in Bopfingen ansteht.

Es gab im Anschluss auch Grußworte. So sprachen zum Beispiel Ralf Hunkemöller von der Forstkammer Baden-Württemberg zu verschiedenen forstpolitischen Themen, wie auch Bernd Hirschbach, Seniorchef des Sägewerkes Hirschbach. Er bedankte sich für die im vergangenen Jahr geleisteten Holzlieferungen, klagte aber auch über Holzmangel im vergangenen Jahr. Alles in allem sei man aber mit einem blauen Auge 2025 davongekommen.

Der Fachvortrag des Forstamtes durch Förster Jörg Brucklacher war wie immer interessant und aufschlussreich. Es wurde über Themen wie Borkenkäfersuche durch Spürhunde, Douglasien-Vitalitätsschwäche oder das Eschentriebsterben berichtet. Der Hauptappell seines Vortrags war aber, alte Bestände - insbesondere im Fichtenbereich -zu nutzen, da diese Hochrisikobestände abgebaut werden sollten.

Gegen 22:50 Uhr konnte die Sitzung, nachdem keine Wortmeldungen unter Verschiedenes vorlagen, geschlossen werden. Der Vorsitzende wünschte noch einen angenehmen Abend, unfallfreies Arbeiten im Jahr 2026 sowie eine schöne Adventszeit.