Aktuelles: Gemeinde Sulzbach Laufen

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Rückblick in die letzte Gemeinderatssitzung

Am vergangenen Montag, den 18. Mai 2026 fand um 19:00 Uhr eine öffentliche Gemeinderatssitzung im Bürgersaal des Rathauses Sulzbach statt. Gleich beim Tagesordnungspunkt 1 konnte der Vorsitzende Herrn Volker Stegmaier und Herrn Dr. Tillmann Sperle vom Büro STEG begrüßen. Die STEG ist der Sanierungsträger der Gemeinde für die Ortskernsanierung Sulzbach. Der Gemeinderat hatte bereits im Jahr 2025 beschlossen, dass für die Ortsmitte Sulzbach eine Planung angestoßen werden soll, um längerfristig mit einem Zielkonzept in weitere durch das Landessanierungsprogramm geförderte Maßnahmen einsteigen zu können. Im Vorfeld wurde daher ein Raumprogramm für das Rathaus Sulzbach erarbeitet, um zu schauen, ob die Raumkapazitäten im Rathaus auch längerfristig ausreichend sind. Nach entsprechenden Untersuchungen durch das Büro Wolfgang Lumpp lag hier nun ein Ergebnis vor. Dieses sieht zwar ein gewisses Defizit an Raumkapazitäten vor, allerdings könnte durch zum Beispiel eine Auslagerung des Bürgersaales, der ohnehin nicht barrierefrei ist und eine Verlagerung der Heizung, zusätzlicher Raum geschaffen werden. Auch durch eine verstärkte Digitalisierung und damit eine Reduzierung der Papieraktenbestände, der nachträglichen Digitalisierung zum Beispiel von Bauakten usw., könnte zusätzlich der Bedarf an Registraturflächen reduziert werden. Ziel wäre somit eine Modernisierung des Rathauses ohne einen Anbau. Dies wäre wohl die günstigste und wirtschaftlichste Lösung. Der Gemeinderat unterhielt sich in der Sitzung intensiv mit den beiden Herren von der STEG, ob ein Planungswettbewerb, bei dem ca. 15 Planungsbüros Ideen für eine Planung des Rathauses, aber vor allem auch eine Gestaltung der Ortsmitte insbesondere mit der Schaffung weiterer Aufenthaltsflächen für einen Marktplatz, sinnvoll wäre. Die Kosten eines solchen Planungswettbewerbes werden sich auf ca. 120.000 € belaufen, wobei 60 % dieser Kosten durch das Land gefördert würden. Die Alternative wäre eine reguläre Ausschreibung für die Suche eines Architekten/Stadtplaners. Der Gemeinderat diskutierte eingehend und entschied zum Schluss, da aktuell kein Zeitdruck besteht, die Für und Wider in einer Klausurtagung im Herbst weiter zu vertiefen. Danach wird man sich entscheiden, ob es ein Planungswettbewerb oder ein reines Vergabeverfahren für die Suche eines Architekten-/Stadtplanungsbüros geben soll. In den nächsten 2-3 Jahren wird der Fokus der Investitionen der Gemeinde vermutlich im Bereich der Kochertal-Grundschule liegen, daher würden für solche Maßnahmen ohnehin frühestens 2029 Mittel zur Verfügung stehen.

Beim Tagesordnungspunkt 2 standen verschiedene Vergaben an.
Beim Tagesordnungspunkt 2a vergab der Gemeinderat die Sanierung des Kindergartendaches in Laufen an den günstigsten Bieter, die Firma K-DL aus Oberrot zur Angebotssumme von brutto 77.846,78 €. Hierin sind allerdings auch verschiedenste Bedarfspositionen enthalten - ein sogenanntes Worst-Case-Szenario. Aller Voraussicht nach werden die Arbeiten aber wohl günstiger werden. Die Firma K-DL aus Oberrot wird auch gleichzeitig die Montage einer PV-Anlage vorbereiten, indem entsprechende Halterungen gleich mit eingebaut werden.

Beim Tagesordnungspunkt 2b entschied der Gemeinderat betreffend der Sanierung des Daches am Ortszentrum den Auftrag an den günstigsten Bieter, die Firma Kunz aus Gaildorf-Unterrot zu vergeben. Die Sachlage ist hier etwas kniffliger, da ca. 24,08 % der Dachfläche der Kirchengemeinde Sulzbach-Laufen gehören. Der Kirchengemeinderat hat sich in einer kürzlichen Sitzung dafür ausgesprochen, sich an der Sanierung mit ihren Dachflächen zu beteiligen, allerdings fehlt hier noch die Genehmigung der Zuschüsse der Bezirksstelle. Sobald diese Genehmigung der Kirchengemeinde vorliegt, kann der Auftrag abschließend vergeben werden. Der kommunale Teil wird aber auf jeden Fall saniert, die Gesamtkosten inklusive kirchlichem Teil würden beim günstigsten Bieter bei 139.628,65 € brutto liegen. Auch hier sind verschiedenste Bedarfspositionen und Vorsichtsmaßnahmen eingepreist. Die Ausführung soll nun nicht wie ursprünglich gedacht in Form eines Foliendaches, sondern mit einem Aluminiumstehfalzdach erfolgen. Der Gemeinderat hatte sich im Vorfeld mehrere Varianten überlegt, Vor- und Nachteile abgewogen und sich im Zuge der Ausschreibung auch beide Varianten anbieten lassen. Die Ausführung mit einem Foliendach wäre rund 40.000 € günstiger, brächte aber auch wiederum Nachteile. Insbesondere bei der Montage einer PV-Anlage gibt es wieder Durchdringungen der Dachhaut. Nach den letzten Erfahrungen will der Gemeinderat auf Nummer sicher gehen und hier eine langlebige und qualitativ hochwertige Lösung. Wer sich solch ein Aluminiumstehfalzdach anschauen möchte, kann dies auf dem Neubau der Sparkasse in Gaildorf tun. Der Gemeinderat ermächtigte die Verwaltung zur Vergabe, sobald die Entscheidung der Kirchengemeinde vorliegt.

Beim Tagesordnungspunkt 2c vergab der Gemeinderat die Arbeiten für dieKernbohrpfähle zur Sanierung der Feldäckerstraße an das Büro BFI Zeiser aus Ellwangen zum Angebotspreis von brutto 61.297,20 €. Die Kosten liegen damit weit unter der ursprünglichen Kostenkalkulation. Es kommen zwar noch ca. 20.000 € für einen sogenannten Kopfbalken auf diesen Pfahlbohrungen hinzu, damit würde die komplette Pfahlbohrgründung ca. 90.000 € kosten. Kalkuliert waren aber 230.000 €. Der Gemeinderat vergab die Arbeiten einstimmig.

Beim Tagesordnungspunkt 2d waren auch einige Anwohner aus dem Bereich Kohlwald, Sulzbach und Walkmühle anwesend. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Beschwerden über Lärm durch den Windpark Sulzbach-Laufen. Nachdem seit November leider noch immer kein Besprechungstermin mit dem Landratsamt zustande kam, obwohl die Gemeinde hier regelmäßig nachgefragt hatte, drängten die Anwohner auf weitere Schritte. Der Gemeinderat entschied daher nun in Eigeninitiative das Büro RW-Bauphysik aus Schwäbisch Hall mit einer Schallimmissionsschutzmessung zu beauftragen. Man war sich im Gemeinderat einig, dass die betroffenen Anwohner den Ort und den Zeitpunkt der Messung bestimmen sollen, um so für eine größtmögliche Akzeptanz des Messergebnisses zu sorgen. Das Büro RW-Bauphysik wird dann an drei Terminen, an drei Standorten Schallimmissionsschutzmessungen durchführen. Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird hierüber wieder im Gemeinderat berichtet. Die Anwohner zeigen sich mit der Entscheidung zufrieden, baten aber darum die Messungen erst in der laubfreien Jahreszeit, also im späten Herbst oder Winter zu machen, da hier die Belastungen wohl noch höher seien. Die Gesamtkosten der Messung werden sich wohl auf 7.300 € brutto belaufen.

Beim Tagesordnungspunkt 2e vergab der Gemeinderat einstimmig den Planungsauftrag für die Sanierung des landschaftlichen Hauptweges im Gesöde von der Nestelbergstraße in Richtung Laufen Lederbrücke an das Büro KP engineering GbR zum Angebotspreis von brutto 44.015,46 €. Ziel ist es, eine Förderung in Höhe von 70 % der Nettokosten für die Wegesanierungsarbeiten aus dem Programm Molwe Wegebau zu bekommen. Dieses Förderprogramm läuft noch bis Ende des Jahres und es scheinen noch Fördermittel vorhanden zu sein. Da ohnehin Teile des Weges saniert werden müssen, weil es Ufersicherungsmaßnahmen geben muss, kann diese Maßnahme nun ergänzend wirken. Die Gesamtkosten werden aber vermutlich nicht ganz unerheblich sein. Die anrechenbaren Kosten dürften bei 480.000 € liegen, wovon aber 70 % der Nettokosten der Sanierungsmaßnahme in Form von Zuschüssen zurückfließen könnten. Die Sanierung des Weges wird auch nur durchgeführt, wenn Landesfördermittel fließen.

Beim Tagesordnungspunkt 3 wurde das Protokoll der letzten Sitzung verlesen und vom Gemeinderat anerkannt. Bekanntgaben lagen keine vor.

Beim Tagesordnungspunkt - Verschiedenes wurde lediglich über die Teilnahme am Jedermanns- und Vereineschießen des Schützenvereins diskutiert. Dieses wird wieder am 14. Juni 2026 stattfinden. Für den Gemeinderat treten an: Janine Waldenmaier, Ricardo Jäger, Sven Walter, Anna Steuer und Marco Horlacher. Bürgermeister Bock wird auch dabei sein, allerdings nur in beobachtender Funktion, da sich ausreichend Gemeinderäte gemeldet hatten - worüber sich der Vorsitzende sehr freute.

Die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung wird aller Voraussicht nach am 22. Juni 2026 im Bürgersaal des Rathauses Laufen stattfinden. Hierzu laden wir die interessierte Bevölkerung bereits herzlich ein.